GoodDecisions
Ein kleiner Einblick in das, was ich aktuell so erlebe!
Willkommen!
… auf diesem Hort der Freude und Heiterkeit, der fröhlichen Geschichten und der fantastischen Bilder.
Mein Lebensmotto wird eigentlich durch den Satz "Bad decisions make good stories" beschrieben. Das trifft auf erstaunlich viele Situationen zu, als bestes Beispiel dient vermutlich meine 48-Stunden Solo-Busreise von Norddeutschland nach Südspanien – und nochmal wieder zurück. Aber darauf möchte ich jetzt gar nicht genauer eingehen.
Weil: nicht alles in meinem Leben ist tatsächlich eine "bad decision". So ein Freiwilligendienst in Ecuador, beispielsweise. Der kreiert vermutlich auch "good stories", ist aber das Gegenteil einer "bad decision". Und entsprechend habe ich auch diese Website benannt: "GoodDecisions". Ebensolche hoffe ich nämlich, hier in Blog und Bildern verpackt, weiterzugeben und mit allen Interessierten zu teilen. Ich wünsche jedenfalls viel Spaß mit den Eindrücken meines einjährigen Ecuador-Freiwilligendienstes. Und mit allem, was ich hier sonst noch so präsentiere.
Mein Plan ist es, hier in einem Abstand von 14 Tagen regelmäßige Updates hochzuladen – mal schauen, ob das klappt.
Von daher: bis in zwei los Wochos!
Unterstützung meines Freiwilligenprojekts
Mein weltwärts-Freiwilligendienst in Ecuador ist ein staatlich gefördertes Programm. "Staatlich gefördert" heißt natürlich nicht "staatlich finanziert". Von den Gesamtkosten dieses Jahres werden 75% vom BMZ übernommen, die restlichen 25% sollen von dem/der Freiwilligen selbstständig über Spendengelder eingeworben werden. Diese 25% entsprechen konkret ca. 3.500€.

Wer Lust hat, mein Freiwilligenprojekt hier in Ecuador zu unterstützen, der kann das gerne mit einer Überweisung auf das Konto meiner Freiwilligenorganisation "KulturLife" tun.

Kontoinhaber: KulturLife gGmbH
Bank: Förde Sparkasse Kiel
SWIFT/BIC: NOLADE21KIE
IBAN: DE84 2105 0170 0092 0137 21
Verwendungszweck: 2024/32014

Als Verwendungszweck bitte meinen oben genannten persönlichen Referenzcode angeben – und zwar NUR diesen Code. Bei Wunsch nach einer Spendenquittung, um das Ganze eventuell steuerlich absetzbar zu machen, bitte einfach eine Mail direkt an mich schreiben (good-decisions@posteo.de). Ich werde dann mit allen Infos und benötigten Dokumenten weiterhelfen.

Was ich genau mache und warum meine Arbeit hier in Ecuador wichtig ist, das liest sich am besten unter "Sonstiges" in der Sektion "Über meine Arbeit" sowie außerdem im Blogeintrag "Hart aber unfair" vom 23.02.2025.
Jegliche Unterstützung hilft mir mit meinem Freiwilligenprojekt sowie dem Programm weltwärts enorm weiter!
Aktuelle Bilder
10.08.2025
Das war mein Jahr in Ecuador
01.01.2026
Alipuncha!
Es hat seine Zeit gedauert, aber nun, pünktlich zum neuen Jahr, ist er endlich da: der versprochene, finale Blogeintrag!

Mein Jahr in Ecuador war eine Zeit geprägt von Höhen und Tiefen – und das nicht nur in geographischer Hinsicht. Wie in diesem Blog nachzulesen ist, hat mir mein Auslandsaufenthalt insgesamt wirklich unglaublich viel Freude bereitet und ich bereue es kein Stück, diesen großen Schritt gewagt zu haben. Ich würde diese Entscheidung, ein ganzes Jahr für einen Freiwilligendienst am anderen Ende der Welt zu verbringen, jedes Mal genau so wieder treffen!

Aber: es lief auch nicht alles rund, ich war nicht die ganze Zeit über nur glücklich. Angefangen mit dem mehr oder weniger kleinen Kulturschock, den ich ca. eineinhalb Monate nach meiner Ankunft zu verarbeiten hatte. In dem Moment selber ist mir das zwar gar nicht so sehr aufgefallen, aber im Nachhinein kann ich mit ziemlicher Sicherheit sagen: das war echt ein ganz schon dicker Kulturschock, den ich durchlebt habe! Es war viel zu warm in Archidona, ich musste mit Magen-Darm-Problemen zwei Wochen das Haus hüten, mein Zimmer war nicht meinen Vorstellungen entsprechend (es hat z.B. auch einmal reingeregnet) und insbesondere im Vergleich zu meinen beiden Mitfreiwilligen hatte ich da echt die schlechteste Karte gezogen. Dann hat noch eine Energieknappheit das Land erwischt und so insgesamt hatte ich einfach eine ganze Zeit lang keine gute Laune. Das sind nun wirklich nicht die optimalsten Bedingungen für so ein Jahr im Ausland und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich nicht das ein oder andere Mal ans Abbrechen gedacht hätte. Nie ernsthaft, dafür ist mir mein Ego zu groß gewesen – aber der Gedanke war durchaus da.
Auch abgesehen von dem erwähnten Kulturschock hat Ecuador aber einfach einige "Eigenschaften", die für mich definitiv gegen das Land sprechen. An erster Stelle: Mücken! Die existieren zwar nur in Orten unterhalb von 2.500 Höhenmetern, aber dort dann in Massen. Und nicht nur sind die schonmal grundsätzlich verdammt nervig, nein, sie übertragen auch noch ziemlich blöde Krankheiten: von Dengue-Fieber über Malaria bis Gelbfieber ist da alles mit dabei! Da sind mir die kleinen deutschen Hausmücken doch deutlich lieber.
Genauso wie die Temperatur, aber das habe ich ja bereits erwähnt gehabt. Täglich 30 Grad Celsius bei gigantischer Luftfeuchtigkeit, das muss echt nicht sein. Wobei dieses Phänomen natürlich sehr regionsabhängig ist. In den höher gelegenen Gebieten ist es logischerweise kälter – aber halt auch nicht so schön wie im Regenwald.
Was aber im Prinzip im ganzen Land ähnlich ist: die mangelnde Essensvielfalt! Klar, es gibt regional unterschiedliche und tolle Gerichte und Spezialitäten. Aber in der Realität sieht es so aus, dass es jeden Tag Reis, Kartoffeln, Kochbanane, Ei und Fleisch gibt. Ab und zu einen kleinen Salat, hier und da mal anderes gemischtes Gemüse. Und klar, es wird nicht jeden Tag dasselbe aufgetischt. Aber sonderlich viel Varianz herrscht eben auch nicht. Und wenn es dann morgens, mittags, abends UND zu den Zwischenmahlzeiten immer Reis mit Hühnchenkeule und Spiegelei gibt – da komme ich an meine kulinarischen Grenzen.
Ein besonders wichtiger "negativ-Aspekt" ist aber definitiv die Gefahr, die in diesem Land herrscht. Der Küstenort Durán war nicht ohne Grund mal die gefährlichste Stadt der Welt und es ist durchaus empfehlenswert, dem Ratschlag zu folgen, der ecuadorianischen Pazifikküste KEINEN Besuch abzustatten. Dort existiert viel Armut und Drogenkriminalität und insbesondere für weiße Touristen … gibt es definitiv sicherere Orte. Ich habe mehrfach von irgendwelchen Raubüberfällen und ähnlichem mitbekommen und kann sagen, dass es mir das Risiko nicht wert gewesen ist, die Küste dennoch zu bereisen. Die großen Strände direkt am Pazifik sind sicherlich unglaublich schön – aber wenn dafür mein Bus überfallen wird, dann ist das kein guter Tausch. Um da aber nochmal ein wenig zu beschwichtigen: Nicht die gesamte Küste ist Hochrisikogebiet und man wird auch nicht automatisch ausgeraubt, wenn man dort unterwegs ist. Viele meiner Mitfreiwilligen haben sich die Chance nicht entgehen lassen und sind mit allergrößter Motivation in Richtung Pazifik gedüst – da ist nie etwas passiert. Aber neben der Grenze zu Kolumbien gehört die Küstenregion eben dennoch ganz klar zu den gefährlichsten Gegenden Ecuadors. Diebstähle, Raubüberfälle und auch Morde stehen in manchen Städten an der Tagesordnung und einige der gefürchtetsten Drogengangs der Welt (z.B. los Choneros oder los Lobos) kämpfen darum, wer welche Stadt kontrolliert. Das ist nicht gerade einladend, aber die Situation verwundert auch kaum.
Grund für all die Kriminalität ist nämlich unter anderem mein nächster Punkt: die starke soziale Ungleichheit und Armut im Land. Das ist nicht wirklich Kritik, die ich hier äußern kann, aber mir ist während dieses Jahres einfach nochmal aufgefallen, wie unglaublich froh ich über unser gutes Sozialsystem in Deutschland bin. Egal, wie schlecht es einem hier finanziell oder in welcher Hinsicht auch immer geht: Es gibt Hilfe. Für egal welche Situation.
Danke für das Möglichmachen meines Freiwilligendienstes an insbesondere:

Renate & Wulf
Gisela
Annegret
Gesche & Sönke
Wilma & Lothar
Meike
Horner Apotheke Sebastian Köhler e.K.
Evangelische Kirchengemeinde Horn
Katrin & Olaf